15. Juli 2025

Raschen: „Wir können uns keinen weiteren Aufschub leisten“

Klarheit über EnergyPort wohl erst 2027

„Das ist ein Armutszeugnis für den Senat Bovenschulte und ein herber Schlag für den Hafenstandort Bremen“, kritisiert Thorsten Raschen, hafenpolitischer Sprecher (Land) der CDU-Bürgerschaftsfraktion, den Umstand, dass es noch zwei weitere Jahre dauern soll, bis klar ist, ob und in welcher Form der EnergyPort in Bremerhaven realisiert werden kann. Bis 2027 will der Senat ein Konzept für die Umsiedlung des im Blexer Bogens ansässigen Säbelschnäblers sowie ein Verbringungskonzept für den Baggerschlamm aus dem südlichen Fischereihafen erstellen. „Man fragt sich, woran bremenports in den vergangenen zwei Jahren gearbeitet hat – das sind Fragen, die schon längst hätten geklärt sein müssen. Der Senat Bovenschulte ist mal wieder lahm und verbohrt“, kritisiert Raschen.

„Wer ein so bedeutendes Infrastrukturprojekt verschleppt, handelt nicht nur plan- und ideenlos los, sondern nimmt auch in Kauf, dass Bremen und Bremerhaven wirtschaftlich den Anschluss verlieren. Das ist unverantwortlich gegenüber den Menschen in unserem Bundesland. Es ist zudem nach der Transformation des Bremer Stahlwerks, die derzeit auf der Kippe steht, das nächste Zukunftsprojekt des Senats Bovenschulte, das zu scheitern droht“, erklärt Susanne Grobien, hafenpolitische Sprecherin (Stadt). „Wenn wir dem EnergyPort nicht endlich die nötige Priorität einräumen und so schnell wie möglich mit der Umsetzung beginnen, werden andere Nordseehäfen mit ähnlichen Konzepten an uns vorbeiziehen. Der Senat Bovenschulte versemmelt den Offshore-Hafen damit ein zweites Mal“, warnt Grobien.

Thorsten Raschen verweist zudem auf einen von der CDU-Fraktion angeforderten Bericht des Häfenressorts aus der letzten Legislaturperiode (VL 20/7244 vom 02.11.2022), wonach die Kapazität der Baggergutdeponie Seehausen noch vier Jahrzehnte beträgt und Bremen keinerlei Probleme bei der Entsorgung von Baggergut aus den Häfen habe. „Wie kann es sein, dass es zweieinhalb Jahre später auf einmal an genau diesen Kapazitäten mangelt? Ich erwarte von der zuständigen Senatorin und dem Geschäftsführer von bremenports, dass sie uns zu diesen Widersprüchen im nächsten Hafenausschuss Rede und Antwort stehen“, sagt Raschen.

Die fehlenden Haushaltsmittel wertet er als hausgemachtes Problem: „Die SPD-geführten Koalitionen haben die OTB-Rücklage in den laufenden Haushalt überführt und die Investitionsmittel für die Häfen kontinuierlichzusammengestrichen. Das rächt sich jetzt.“ Raschens Forderung ist klar: „Als CDU-Fraktion erwarten wir, dass der Senat seine Hausaufgaben macht, die Planungsreife für den EnergyPort herstellt und die Finanzierung mit Landes- und Bundesmitteln sicherstellt. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren und müssen Bremerhaven stark machen – einen weiteren Aufschub bis 2027 können wir uns nicht leisten.“

Aktuelle Meldungen:

840.000 Euro gegen Dunkelzonen: CDU begrüßt Umsetzung der Initiative für mehr Licht und Sicherheit

Die CDU-Fraktion Bremerhaven begrüßt die geplante Investition von 840.000 Euro zur Beseitigung von Dunkelzonen im Bremerhavener Stadtgebiet. In den Jahren 2026 und 2027 sollen zusätzliche…

Weiterlesen

Hans-Böckler-Straße wird saniert – Einsatz für Leherheide zahlt sich aus

Die Sanierung der Hans Böckler-Straße läuft. Der CDU Stadtbezirksverband Leherheide/Schierholz freut sich, dass die lange geforderte Instandsetzung nun umgesetzt und die bestehenden Unebenheiten und Fahrbahnschäden…

Weiterlesen

Dr. Winter/Dertwinkel: „Die Zukunft des Szenetreffs muss ergebnisoffen geprüft werden“

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000…

Weiterlesen

Copyright by Kunde & 21HAVN