12. September 2025

Najade-Nachbau eher unwahrscheinlich

„Die Realisierung des Projektes Najade-Nachbau war schon immer an bestimmte Kriterien gebunden“, so die Aussage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Thorsten Raschen, MdBB, zur aktuellen Diskussion. Der nach wie vor gültigen Beschlusslage folgend, sind jetzt die Gremien des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) – nach Abschluss der Projektplanungen – in der Verantwortung zu entscheiden, ob das DSM die Najade betreiben möchte. In den zuständigen Gremien liegen die Planungen jetzt vor und stehen zur Entscheidung an. Sollte es hier zu einer negativen Entscheidung kommen, ist das Direktorium des DSM in der Verantwortung, jetzt umgehend mit allen erforderlichen Stellen Gespräche aufzunehmen, die bisher „geparkten“ Finanzmittel des Bundes für das Najade-Projekt für die Sanierung des Sharoun-Baus, umzuwidmen.

Thorsten Raschen, MdBB und Fraktionsvorsitzender: „Wir haben als CDU das Projekt bisher immer unter der Bedingung begleitet, dass das Schiff nach Fertigstellung in den Besitz des DSM übergeht und keine kommunalen Folgekosten zu leisten sind. Die Kritik der Bürgerinnen und Bürger darf aber ebenso nicht ungehört bleiben, wie die Berücksichtigung der Tatsache, dass Bremerhaven mit dem Schulschiff Deutschland wieder ein Segelschiff als Wahrzeichen hat. Jetzt müssen aber dringend Gespräche mit den beiden Bundestagsabgeordneten aus dem Land Bremen geführt werden, um die 46 Mio. € für die Sanierung des Scharoun-Baus zu sichern.“

Aktuelle Planungen für die Sanierung, dieses seit 2018 geschlossenen Gebäudeteils des DSM, gehen von einer ähnlichen finanziellen Größenordnung aus. Da die Mittel nicht einfach umgewidmet werden können, bedarf es daher sofort den Beginn umfangreicher Gespräche.

Raschen weiter: „Die entsprechenden Vorbereitungen liegen in der Verantwortung der Vorsitzenden des Stiftungsrates des DSM, der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Kathrin Moosdorf, (Bündnis 90/Die Grünen) und dem Direktorium des DSM. Vor dem Hintergrund, dass das älteste Gebäude des DSM jetzt seit 7 Jahren für die Öffentlichkeit geschlossen ist, wäre es für die Bürgerinnen und Bürger schwerlich nachzuvollziehen, wenn die Bundesgelder der Najade nicht in die Sanierung fließen, sondern für andere Projekte in Deutschland eingesetzt werden. Ein weiteres Argument für diese Umwidmung ist, dass bis zur nächsten Evaluierung des DSM durch die Leibniz-Gemeinschaft im Jahr 2028 mit der Sanierung begonnen sein muss. Es ist also höchste Zeit, die Finanzierung der Sanierung abzusichern. Ohne diese steht die Zukunft des DSM als Forschungseinrichtung auf wackeligen Beinen.“

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