Die Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und FDP nehmen die
Entscheidung des Landkreises Cuxhaven zur Verlagerung des Kreisgymnasiums Wesermünde nach Schiffdorf zur Kenntnis.
„Die Entscheidung über den Neubau des Kreisgymnasiums ist gefallen. Damit richtet sich der Blick nun auf den bisherigen Standort in Bremerhaven. Wir erwarten vom Landkreis Cuxhaven, dass er frühzeitig darlegt, wie mit dem Schulgebäude und dem Grundstück an der Humboldtstraße künftig verfahren werden soll. Wer einen neuen Standort entwickelt, trägt auch Verantwortung für den bisherigen. Entscheidung und Verantwortung gehören zusammen“, befindet Thorsten Raschen (CDU). Bremerhavener Behörden werden die
Immobilie genau im Auge behalten. Selbst bei einem Abriss werden die Kosten den Wiederverkaufswert des dann baureif hergestellten Grundstückes bei weitem übersteigen.
Das Kreisgymnasium ist eine Schule des Landkreises Cuxhaven. Die Entscheidung über den künftigen Standort liegt daher beim Landkreis und seinen politischen Gremien. Mit dem Beschluss für einen Neubau in Schiffdorf ist jedoch auch die Verantwortung verbunden, eine Perspektive für die bestehende Liegenschaft in Bremerhaven aufzuzeigen. Dieser Aspekt wurde bisher völlig außer Acht gelassen. Kann sich aber für den Landkreis zu einem finanziellen Klotz am Bein entwickeln, dessen Ausmaße bisher öffentlich von Seiten der Verantwortlichen des Landkreises Cuxhaven nicht benannt worden sind. Fachleute gehen bei einem Abriss von einem Millionenbetrag aus.
„Niemand braucht davon auszugehen, dass Bremerhaven die Immobilie übernehmen wird. Bei einem Abbruch wären mögliche Asbest- und PCB Schadstoffe in einem Gebäude Baujahr Anfang der 1970er Jahre keine Überraschung. Hier steht der Landkreis in Verantwortung“, so Sönke Allers (SPD).
„Die Standortentscheidung ist gefallen. Jetzt erwarten wir Transparenz über die Konsequenzen. Der Landkreis Cuxhaven muss darlegen, welche Zukunft er für den bisherigen Standort vorsieht und welche finanziellen Folgen daraus entstehen können. Wer einen Neubau beschließt, darf die Verantwortung für den Altbestand nicht ausblenden“, fordert Bernd Freemann (FDP).