24. Februar 2026

Köhler-Treschok: „Jugendparlament ernst nehmen heißt nicht, dem Senat einen Freifahrtschein zu geben“

CDU-Fraktion im Jugendausschuss stimmt Antrag des Jugendparlaments zu

In der gemeinsamen Sitzung des Jugendausschusses und des Jugendhilfeausschusses hat das Bremerhavener Jugendparlament seinen ersten Antrag in dieser Legislaturperiode eingebracht. Darin setzt es sich dafür ein, die FreiKarte wieder auf Volksfesten nutzen zu können und das Angebot zu erweitern. Die CDU-Stadtverordnetenfraktion hat dem Antrag zugestimmt. Dazu erklärt die jugendpolitische Sprecherin Claudia Köhler-Treschok:

„Wenn sich junge Menschen zum ersten Mal mit einem eigenen Antrag in die demokratischeDebatte einbringen, hat das unseren Respekt verdient. Das Jugendparlament existiert, damit Jugendliche politische Teilhabe lernen und erleben können. Diesem Anliegen die Tür vor der Nase zuzuschlagen, wäre das falsche Signal gewesen.

Unsere Zustimmung gilt den Jugendlichen, nicht dem Senat. An unserer Kritik an der FreiKarte ändert sich nichts. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat die FreiKarte zu Recht als Gießkannenpolitik kritisiert. Bis zu 17.000 Karten gehen an Kinder im Alter von null bis zwei Jahren. Der Senat kann nicht einmal nachvollziehen, wofür das Geld verwendet wird. Das zeigt, wie wenig durchdacht dieses Projekt ist.

Wir erwarten vom Stadtrat Martin Günthner, dass er dem Jugendparlament eine ehrlicheAntwort gibt. Die Anliegen der Jugendlichen dürfen nicht dazu benutzt werden, ein schlecht gemachtes Projekt des Senats zu retten.“

Claudia Koehler-Treschok

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